Hallo zusammen
Aufgrund der Gründung unserer Kinder- und Jugendgruppe am Rechter Weiher ( Kontakt: kindergruppe@weihermomente.be ) war nun die erste Schulklasse auf Besuch und hatte eine schöne Zeit im Freien.
Nun folgt ein Gastbeitrag der Brückenschule Born.
Guten Tag , Werte Leser der Weihernews
Am Donnerstag, den 24. September 2026, besuchten wir, die 17 Schülerinnen und Schüler der 4., 5. Und 6. Primarschulklasse der Brückenschule Born, die Rechter Weiher. Im Rahmen der Woche der Mobilität waren wir mit dem Fahrrad unterwegs. Fast der ganze Weg war eine „RAVel-Strecke“ und leicht befahrbar. Um 10.20 Uhr ging es los. Begleitet wurden wir von Fräulein Irmgard und Berthold, dem Opa von Timo u. Lara. Berthold ist sehr oft am Rechter Weiher aktiv. Petra hat uns schon am Weiher erwartet, sie hat uns begleitet und schöne Foto von unserem Ausflug gemacht. Bei der Ankunft konnten wir uns sofort in der kleinen Holzhütte „Rechter Weihertreff“ am 2. Weiher ausruhen und etwas essen und trinken. In dieser Zeit gab Berthold uns die ersten Informationen zum Ziel dieses Besuches : die Geschichte der Rechter Weiher, ihre ursprünglich rein touristische Nutzung und ihre heutige Nutzung als Gebiet mir einer „sanften touristischen und pädagogischen Bestimmung“ und naturnahen Gestaltung zum Natur entdecken und entspannen. Danach ging es auf die rund 800m lange „Weiherrunde“ um den 3. Weiher. Er teilte uns mit, dass hier die Fische wie z.B. Hecht, Schleie, Graskarpfen, Stör, Schuppen- und Spiegelkarpfen, Karauschen , Brassen uvm. geangelt werden, aber diese nicht gegessen werden, sondern gepflegt werden. Nach einem Foto werden sie schließlich wieder ins Wasser schwimmen gelassen. Manche Exemplare werden riesig, was wir auf Fotos sehen konnten.
Der 3. Weiher ist der größte Weiher der 3 Rechter Weiher, mit einer Insel in seinem Zentrum. Diese Insel darf nur durch die Verantwortlichen besucht werden : sie ist ein Rückzugsort für viele Vögel und als ungestörtes Brutgebiet wichtig. Am Anfang zeigte und erklärte Berthold uns die Bedeutung von anscheinend „toten“ Bäumen : sie stecken noch voller Leben und sind Lebensraum zahlreicher Insekten und ihren Larven. Daher sollte man Bäume auf einer gewissen Höhe von 2-4 m stehen lassen. Dann kamen wir zum Thema „Uferbepflanzung“ und ihre Bedeutung : die Pflanzen oberhalb des Wasserspiegels als Insektennahrungsquelle – die Wurzeln der Uferpflanzen unter dem Wasserspiegel als Sauerstoffproduzenten, als Reinigung des Wassers von Schwebeteilchen, als Rückzugsort für Jungfische, Kaulquappen enz., als Teil der Uferbefestigung und Schutz gegen das Auswaschen durch den Wellengang an diesem Weiher. Überall sahen wir Nistkästen an den rechts und links stehenden Bäumen. Je nach Art des Nistkastens und der Größe des Einflugloches nisten dort verschiedene Vogelarten…Blaumeisen, Baumläufer, Kleiber uvm. Berthold erklärte uns, das hier am Rechter Weiher etwas Besonderes zu finden ist : 4 Habitate mit verschiedener Flora und Fauna treffen hier aufeinander. Der Rechter Weiher, der Rechter Bach, das Naturschutzgebiet von Natagora und die landwirtschaftlich intensiv genutzten Wiesen. Als wir am Bach standen, bemerkten wir, das das Wasser nicht so schnell fließt. Das kommt daher das sich der Rechter Bach in zahlreichen Kurven schlängelt und dadurch ganz langsam durch das Tal fließt. An manchen Stellen haben wir auch Steinmauern als Uferschutz gesehen. Somit hält dieser Bach bei Starkregen sehr viel Wasser zurück. Der naturbelassene Rechter Bach trägt so dazu bei, dass die unterhalb liegenden Dörfer und Kleinstädte wie Ligneuville und Malmedy nicht so schnell überflutet werden. Zudem ist ein natürlich erhaltener Bach Lebensraum vieler Tier-und Pflanzenarten und bietet viele Versteckmöglichkeiten für die Fische. Wir konnten zahlreiche Spuren von Tieren erkennen, die sowohl am Rechter Bach als auch im angrenzenden Naturschutzgebiet leben : Biber, Enten, Kanadagänse und Nilgänse. Die beiden letzten Vogelarten werden bekämpft, da sie invasive Vogelarten sind und die heimischen Vogelarten, vor allem die Enten, stören und verdrängen. Bertold zeigte und erklärte uns den Gülleauffanggraben zu den Flächen des angrenzenden landwirtschaftlichen Betriebes. Dieser Graben verhindert, dass Gülle, die bei starkem Regen ausgewaschen wird, direkt in den 3. Weiher läuft und dort die Tier- und Pflanzenwelt beschädigt.
Berthold zeigte und erklärte uns die Bedeutung von Wildblumenwiesen und Totholzhaufen als Rückzugsgebiet und Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten und andere Lebewesen hier am Weiher. Aus Freude sind wir einige Male um die Blumeninseln gelaufen. Und zum Abschluss fielen uns 2 Kunstwerke auf : Fichten, die wegen ihrer Größe und Fallrichtung zu einer Gefahr für angrenzende Häuser wurden, sind nicht unten am Boden, sondern auf einer Höhe von 4 bis 5m abgesägt worden. Ein Holzschnitzer hat diese Bäume mit Tierfiguren verschönert. Die Bäume bleiben aber Wohn- und Rückzugsort für viele Insekten und Vögel. Die Weiherrunde dauerte ca. 1 Stunde. Es gab viel zu sehen und zu entdecken, da wurde keinem langweilig. Ein kleines Laufrennen um den ganzen Weiher hat uns natürlich auch super gefallen. Wir haben Berthold zahlreiche Fragen gestellt – die er uns mit Begeisterung super beantworten konnte. Im Anschluss an diese Weiherrunde konnten wir uns wieder im kleinen Holzchalet, dem „Rechter Weihertreff“ stärken und auch noch auf dem direkt angrenzenden Spielplatz austoben. Am meisten Spaß hatten wir auf dem Drehkarussel. Dann ging es wieder mit dem Fahrrad zurück nach Born. Aber bevor wir den RAVel nehmen konnten, mussten wir noch eine lange Straße in Recht bergauf fahren. Davor hatte so mancher Angst, aber alle haben es super geschafft. An einer Stelle haben wir noch ein Foto mit einem Waggon aus dem Schieferstollen gemacht, den wir am Tag davor besucht haben. Auf einer Wiese nahe des Industrie- und Gewerbegebiet Kaiserbaracke machten wir eine Pause. Auch hier konnte Berthold uns wieder einiges über den Unterschied zwischen „Gewerbegebiet“ und „Industriegebiet“ erklären. Um 15 Uhr waren wir wieder an der Schule in Born – ohne Regen und bei gutem Wetter und Sonnenschein, zufrieden und gut gelaunt angekommen.
Wir haben sehr viel Neues gelernt und gesehen. Spaß hat uns einfach alles gemacht. Danke an Berthold und das Weiherteam für diesen tollen Tag !
Kleiner Tipp : Ein Besuch lohnt sich für jede Klasse.
Das Lehrerteam der Brückenschule Born
Vielen Dank für den Gastbeitrag
Euer Weiherteam
Text: Brückenschule Born, Jonathan Osländer , Fotos: Petra van Gils



